Fragen und Antworten

Wie soll der Open Air Park aussehen und welche Art von Events sind zu erwarten?

Der Open Air Park nutzt die westlichen Felder des Messeparkplatzes P1. Er eignet sich für einzelne Shows namhafter Künstler genauso wie für mehrtägige Festivals (ohne Camping) mit weiteren Bühnen und anderen Einrichtungen.

Die Zuschauerzahl ist grundsätzlich auf 80.000 beschränkt.

Auf lange Sicht sind 4 bis 6 Veranstaltungen pro Jahr geplant, wobei der Nutzungszeitraum allein witterungsbedingt in den Sommermonaten liegen wird.

Warum wird ein Open-Air-Gelände benötigt? Können große Künstler und Bands nicht einfach mit beispielsweise zwei Shows in die MERKUR SPIEL-ARENA gehen?

Der Open Air Park erweitert das Portfolio der Landeshauptstadt Düsseldorf. Hier könnten Veranstaltungen stattfinden, die konzeptionell und kapazitiv nicht in die MERKUR SPIEL-ARENA passen. Häufig sehen die Tourpläne von namhaften Künstlern, die Konzerte in der Größe über der Kapazität Arena geben, lediglich einen Termin pro Stadt vor. Darüber hinaus lässt sich ein Festivalcharakter wesentlich besser umsetzen.

Welchen Mehrwert bietet diese Open-Air-Fläche für Besucher und Künstler?

Auf dem Gelände des Open Air Parks können Events stattfinden, die für unsere Stadt einzigartig sind. Eine solch stadtnahe Open-Air-Fläche ist derzeit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in NRW. Dort können Veranstaltungen (Konzerte und Festivals ohne Camping) stattfinden, die in dieser Form in keiner Veranstaltungsstätte in Düsseldorf realisierbar sind. Daraus entsteht für die Gäste und die Künstler ein einzigartiges Erlebnis. 

Welchen Mehrwert bietet diese Open-Air-Fläche für die Stadt Düsseldorf?

Die Open-Air-Fläche steigert die Aufmerksamkeit und Attraktivität der Stadt. Von den Veranstaltungen profitieren u.a. Hotel- und Gaststättengewerbe, städtische Töchter und der Flughafen. Veranstaltungen dieser Größenordnung sind ein Aushängeschild und helfen nachhaltig, unsere Stadt auf die internationale Karte zu setzen. Auch damit Düsseldorf im Wettbewerb mit den Nachbarstädten im Bereich Konzertveranstaltungen Schritt halten kann, ist die Entwicklung des Open Air Parks wichtig.

Wieso geht es jetzt? Was hat sich an der Ausgangslage verändert?

Der Parkplatz P1 ist als Parkraum und öffentliche Verkehrsfläche genehmigt. Der angestrebten Ausnahmegenehmigung, dort das Ed Sheeran-Konzert im vergangenen Jahr durchzuführen, wurde im Sommer 2018 nicht zugestimmt.

In der Ratssitzung vom 11. Oktober 2018 wurde mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Bebauungspläne angepasst werden sollen und Veranstaltungen dort genehmigungsfähig werden sollen. Hierfür wird das nun angesetzte B-Plan-Verfahren verwendet.

Entsteht ein Nachteil für die Messe Düsseldorf?

Sämtliche Termine und Maßnahmen (vorbereitende Auf- und Abbauarbeiten, aber auch die Veranstaltungen selbst) werden mit der Messe Düsseldorf abgestimmt. Es wird für die Messe Düsseldorf keine besonderen Einschränkungen geben.

Muss die Musik nicht sehr laut sein, um die Flugzeuge zu übertönen?

Fachgutachter werden in der Planungsphase in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt ein Schallschutzgutachten erstellen. Darin werden einzuhaltende Lautstärke-Pegelstände definiert. Es werden kontinuierliche Messungen auf dem Gelände und in der Umgebung durchgeführt.

Es ist also nicht möglich, die Lautstärke beliebig zu erhöhen, um die Flugzeuge zu übertönen.

Stören die geplanten Veranstaltungen nicht die Vögel und andere Tiere?

Fachplaner erstellen auch hier Gutachten (Umweltverträglichkeitsprüfung, Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag), um die Veranstaltungen möglichst schonend für Tiere und Umwelt durchzuführen.

Warum müssen Bäume gefällt werden?

Der Parkplatz P1, insbesondere das Feld 5 Nord, eignet sich für die Durchführung von Veranstaltungen, weil es sich um überwiegend versiegelte Fläche handelt. Die Ausrichtung der Bühne(n) sind ausdrücklich und vor Produktionsinteressen daran orientiert, möglichst wenig Einfluss auf Nachbarn und den vorhandenen Baumbestand zu nehmen. Dennoch lässt sich auch nach einer Optimierung leider nicht verhindern, dass Bäume umgepflanzt oder gefällt werden müssen. Alle Planungen finden in enger Abstimmung mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt sowie externen Fachgutachtern statt.

Wie viele Kompensationsbäume werden gepflanzt?

Das wird sich daran orientieren, was der Bebauungsplan festsetzt. Eine Klärung wird im Verfahren erfolgen.

Wie wird die Wasserschutzzone geschützt?

Die geplante Veranstaltungsfläche liegt in der Wasserschutzzone IIIA und die große Variante des Open Air Parks würde an die Wasserschutzzone II grenzen. Die Wasserschutzgebietsverordnung regelt detailliert, was in diesen Zonen geschehen darf. Der Schutz der Wasserschutzzone wird sowohl technisch als auch personell gewährleistet. Die MERKUR SPIEL-ARENA liegt ebenfalls in dieser Wasserschutzzone und dort wird dieser Schutz seit vielen Jahren erfolgreich gewährleistet.

Wo parken die Besucher? Ist mit einem Verkehrschaos zu rechnen? Wie werden die Wohngebiete geschützt?

Fachgutachter erstellen ein Verkehrskonzept, in dem alle Anreisewege betrachtet werden. Alle Eintrittskarten werden die Nutzung des ÖPNV beinhalten. Je nach Veranstaltungsvariante stehen auf den angrenzenden vorhandenen Großparkflächen Parkplätze zur Verfügung. Parkflächen in der Umgebung werden mit Shuttlebussen angebunden. Zusätzlich wird eine Mobilitätsplattform eingerichtet, auf der Besucher aus dem Umland „Fern-Shuttles“ buchen können. Anwohnergebiete werden durch technische und/oder personelle Sperren geschützt.

Machen die Besucher nicht viel Dreck und werfen Müll in unsere Vorgärten?

Für das unmittelbare Veranstaltungsgelände sowie die Flächen, die Besucher bei der An- und Abreise nutzen, wird es ein umfangreiches Entsorgungskonzept geben. Parallel dazu wird den Gastonomen auferlegt, Pfandbecher zu nutzen und grundsätzlich Müll zu vermeiden.

Wo sollen die ganzen Leute im Notfall hin?

Die vorgesehene Veranstaltungsfläche bietet in beiden Varianten Platz für mehr  als die nun vorgesehenen maximal 80.000 Besucher.

Bereits für das geplante Konzert von Ed Sheeran hat ein Expertenteam das Gelände gründlich analysiert. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden (Bauaufsicht, Feuerwehr, Polizei) wurde ein umfassendes Sicherheits- und Räumungskonzept für eine noch höhere Personenzahl entwickelt.

Für alle denkbaren Fälle wurden in diesem Zuge konkrete Maßnahmen-Szenarien definiert, die jederzeit ein schnelles und abgestimmtes Handeln ermöglichen.

Die Gestaltung der Ein- und Auslässe und die Lenkung der Besucherströme auf dem Gelände und im Umfeld wird nun im Sinne einer langfristigen Planung nochmals weiter entwickelt und optimiert. Auch dies geschieht in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden.

Was passiert, wenn das Wetter umschlägt?

Für den Fall, dass ein Unwetter droht, würde die jeweilige Veranstaltung ab- oder unterbrochen und die Besucher in sichere Bereiche geführt. Dazu gehören zum Beispiel die Pkw der Besucher, aber auch geschlossene Gebäude in der näheren Umgebung (z.B. MERKUR SPIEL-ARENA), die zum Schutz aufgesucht werden können. Konkrete Szenarien zur Leitung der Besucher in solche sicheren Schutzräume liegen bereits vor.

Stört die Beleuchtung nicht die anfliegenden Flugzeuge?

Die Sicherheit der Start- und Landeflüge hat selbstverständlich Vorrang. Das heißt, dass sämtliche Beleuchtung so eingerichtet würde, dass eine Beeinträchtigung ausgeschlossen ist.

Wer entscheidet darüber? Nach welchen Maßstäben und Kriterien?

Das Bebauungsplanverfahren wird von der Stadt Düsseldorf in enger Zusammenarbeit mit D.LIVE durchgeführt. Wesentliche Verfahrensschritte wie die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (gem. § 3(1) BauGB) und die öffentliche Auslegung (gem. § 3(2) BauGB) werden sowohl der Lokalpolitik (Bezirksvertretung) als auch den relevanten Ausschüssen wie dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) zur Entscheidung vorgelegt. Der Bebauungsplan wird letztendlich vom Rat als Satzung beschlossen.

Gibt es möglicherweise Formen der Mitbestimmung? Kann man Vorschläge und Sorgen einbringen?

Sie haben mehrfach die Möglichkeit, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen. Zum einen über diese Webseite und das Kontaktformular. Zum anderen im Rahmen des B-Plan-Verfahrens. Zusätzlich bieten wir vorab ein Bürgerforum am 15.03.2019 an. Dort besteht die Möglichkeit, sich zu informieren und zu allen Themen Anregungen abzugeben.

Wer ist am Planungsverfahren beteiligt?

Verantwortlich für die Bauleitplanung:

Stadtplanungsamt Düsseldorf
Brinckmannstraße 5
40225 Düsseldorf

Ruth Orzessek-Kruppa
planung@duesseldorf.de

Verschiedene Ämter der Stadtverwaltung Düsseldorf

D.LIVE GmbH & Co. KG
Arena-Straße 1
40474 Düsseldorf

Verschiedene Fachberater und Gutachter z.B. für Verkehr, Lärm u.v.m.

Weitere Mitwirkende

Messe Düsseldorf

Polizeiinspektion Nord

Düsseldorf Marketing

Stadtwerke Düsseldorf

Netzgesellschaft Düsseldorf mbH

Rheinbahn

AWISTA

Taxiinnung Düsseldorf

Deutsche Flugsicherung